Der epidermale Wachstumsfaktor EGF (engl. Epidermal Growth Factor)

Der Hautwachstumsfaktor EGF

Der EGF fördert:

  • das Hautwachstum,
  • die Hautregeneration,
  • den Hautwiederaufbau und
  • die Wundheilung.

Quelle: By Chua K, Sim W, Racine V, Lee S, Goh B, Thiery J [CC BY 2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.5)], via Wikimedia Commons.

Wissenswertes über den EGF

Ab hier wird es wissenschaftlich.

Der epidermale Wachstumsfaktor (Epidermal Growth Factor) ist ein Protein (Polypeptid) und Signalmolekül, ein natürlicher Bestandteil der Haut, das das Zellwachstum anregt und regulierend auf die Zellproliferation (Proliferation ist das Wachstum bzw. die Vermehrung von Zellgewebe) und Zelldifferenzierung (welche Aufgabe hat die Zelle) wirkt. Wachstumsfaktoren sind also Proteine, die Signale von einer Zelle zur nächsten weiterleiten (Signalproteine) und damit Informationen übertragen.

Mit steigendem Alter wird vom Körper immer weniger EGF produziert. Durch die Zuführung des EGF als Zell-Aktivator kann der Zellumsatz wieder erhöht werden. Er dockt dann an die EGF Rezeptoren der Hautzellen an kommuniziert mit der DNA (dem Bauplan des Menschen) und sendet Signale zur Hauterneuerung. Die Zellen melden den Impuls an die Nachbarzellen weiter. Diese Signalkaskade setzt sich bis zu den Kollagen produzierenden Zellen in den tieferen Hautschichten fort. Der EGF wirkt somit als zellaktivierender Botenstoff der dafür sorgt, dass Regenerations- und Heilungsprozesse schneller in Gang gesetzt werden und auch in kürzerer Zeit stattfinden.

Durch die beschleunigte Zellerneuerung wird dem Alterungsprozess der Haut entgegengewirkt, der Erneuerungsprozess wird verstärkt und optimiert. Dank der Zell-, Elastin- und Kollagenerneuerung wird zudem die Hautstabilität verbessert und die Hautdichte kann um bis zu 30% erhöht werden, die Haut bleibt länger elastisch und faltenreduziert. Durch die verstärkte Collagenproduktion wird die Haut nicht nur straffer, sondern auch fester.

1986 wurden die Entdeckung des EGF und seine Wirkweise mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.

Die EGF Proteine interagieren mit vier verschiedenen Rezeptoren (HER1, auch als Epidermal Growth Factor Receptor oder EGFR bezeichnet, HER2, HER3 und HER4), den Epidermal-Growth-Factor-Rezeptoren, die wiederum als Bindeproteine auf der Zelloberfläche dienen. Durch diese Interaktion werden Informationen weitergeleitet, die dazu führen, dass verschiedene Zelltypen stimuliert werden, wodurch die Haut in der Lage ist, sich schneller und effizienter zu regenerieren. In der Zellmembran einer gesunden Zelle sitzen etwa 40.000-100.000 EGFR-Moleküle. Die Aktivierung des EGF-Rezeptors erfolgt durch extrazelluläre Bindung von Liganden wie EGF, Transforming Growth Factor-a (TGF-a), Heparin-binding EGF und weiteren, deren Signal ins Zellinnere geleitet wird (Signaltransduktion). Dadurch kommt es zur Stimulierung des Zellwachstums und Optimierung der Apoptose, dem programmierten Zelltod.

Der epidermale Wachstumsfaktor EGF (engl. Epidermal Growth Factor)
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